trinkwassergebuhren

Trinkwassergebühren

Seit 2002 ist es uns gelungen, unsere Gebühren für Trinkwasser relativ stabil und vergleichsweise niedrig zu halten. Unsere Gebührenstruktur hat sich in den letzten Jahren bei der Grundgebühr nur leicht verändert. Durch die Entscheidung zur Umstellung auf Fernwasserbezug in der Zukunft war eine geringfügige Erhöhung der Verbrauchsgebühr um 0,25 €/m³ in der aktuellen Kalkulationsperiode 2020 bis 2022 unvermeidlich.

Weitere Details entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Gebühreninformation.

Hinweise zum Lastschriftverfahren und zur Bankverbindung

Bitte nutzen Sie zur Begleichung unserer Gebührenforderungen möglichst das Lastschrifteinzugsverfahren. Entsprechende Formulare finden Sie unter Anträge & Formulare.

Unsere Bankverbindung:
Deutsche Kreditbank Berlin
IBAN: DE 46 1203 0000 0000 8033 38
BIC: BYLADEM 1001

Anträge & Formulare für den Bereich Trinkwasser

Der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Geiseltal (ZWAG) erhebt mit den nachfolgenden Anträgen und Formularen von Ihnen personenbezogene Daten und verarbeitet sie weiter, um damit seine öffentliche Aufgabe im Interesse der Allgemeinheit und in Ihrem Interesse erfüllen zu können. Nach Art. 13 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind wir verpflichtet Sie über die Informationen zu den Grundlagen der Datenverarbeitung sowie den Ihnen zustehenden Rechten zu informieren.

Beantragung eines Gartenwasserzählers

Wer in seinem Garten oder auf seinem Grundstück viel Trinkwasser zum Bewässern der Pflanzen o.ä. verwendet und dieses Wasser nachweislich nicht der zentralen Einrichtung zur Schmutzwasserbeseitigung zuführt, kann einen Gartenwasserzähler beantragen. Die Wassermenge kann auf Antrag von der Schmutzwassergebührenberechnung abgesetzt werden. Die abzusetzende Wassermenge wird durch eine zusätzliche, geeichte Messeinrichtung (Gartenwasserzähler), die hinter der Hauptmesseinrichtung zu installieren ist, ermittelt. Die hierfür notwendigen Unterlagen bereitet unser Mitarbeiter nach Besichtigung des Installationsortes für Sie vor.

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte telefonisch () einen Termin.

Versorgungsgebiet

Abbildung: Trinkwasserversorgungsgebiet 2012/2013

schalkendorf

Foto: Brunnenanlage in Schalkendorf

Wassergewinnung

Über die Wassergewinnungsanlagen Schalkendorf und Schortau - mit insgesamt 6 Brunnenanlagen - speist der ZWAG sein Trinkwasserverteilungsnetz. Das so gewonnene Grundwasser hat bereits Trinkwasserqualität und kann dem Verbraucher ohne chemische Zusätze oder UV Bestrahlung zur Verfügung gestellt werden. Heutzutage fördern die modernen Anlagen etwa 500.000 m³ Trinkwasser pro Jahr. Mit diesem Trinkwasser werden der Bedarf der Einwohner im Verbandsgebiet gedeckt, der Feuerlöschgrundschutz gesichert und Rohrnetzspülungen jeweils im Frühjahr und im Herbst durchgeführt.

Die Druckverhältnisse im Trinkwasserverteilnetz werden über den Trinkwasserhochbehälter Krumpa gewährleistet. Dieser befindet sich am höchst gelegenen Punkt im Verbandsgebiet. Weiterhin dient der Hochbehälter Krumpa als Trinkwasserspeicher mit einem Rauminhalt von insgesamt 600 m³ Trinkwasser.

Das Wasserwerk in Mücheln versorgt die Stadt Mücheln und deren Ortsteile Oechlitz, Schmirma sowie den Braunsbedraer Ortsteil  Krumpa. Das gewonnene Rohwasser wird geringfügig desinfiziert.

Trinkwasserqualität

Aufgrund der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) erfolgte am 21.04.2021 die letzte Probenahme zur Untersuchung der chemischen und mikrobiologischen Zusammensetzung des von uns gelieferten Trinkwassers. Über den nachfolgenden Link erhalten Sie Einsicht in die gesamte Trinkwasseranalyse:

Die Gesamthärte beträgt 43,8 °dH (Prüfberichtsdatum 21.02.2020); Härtebereich hart.

Informationen zur aktuellen Thematik Uran und Sulfat
Anordnungen Gesundheitsamt

Aufgrund der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) erfolgte am 20.04.2021 die letzte Probenahme zur Untersuchung der chemischen und mikrobiologischen Zusammensetzung des von uns gelieferten Trinkwassers. Über den nachfolgenden Link erhalten Sie Einsicht in die gesamte Trinkwasseranalyse:

Aufbereitungsstoffe gemäß Trinkwasserverordnung vom 03.01.2018, § 21 (1): Bei der Aufbereitung im Wasserwerk wird Natronbleichlauge zur Desinfektion zugesetzt. Die Gesamthärte beträgt 43,8 °dH (Prüfberichtsdatum 21.02.2020); Härtebereich hart.

Informationen zur aktuellen Thematik Uran und Sulfat
Anordnungen Gesundheitsamt

Umstellung auf weiches Trinkwasser von der Rappbodetalsperre

Nachdem zwischen der Fernwasserversorgung Elbaue - Ostharz GmbH und dem ZWAG im Jahr 2019 die vertraglichen Regelungen zur Fernwasseranbindung des Geiseltals abgeschlossen wurden, haben beide Partner, die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (FWV) und der ZWAG, das Jahr 2020 genutzt, um weitere vorbereitende Aufgaben zu erledigen. Gebaut werden soll künftig in zwei Bauabschnitten. Bauabschnitt 1 (BA 1) betrifft den Streckenabschnitt zwischen Gleina und Mücheln. Dieser wird durch die FWV und in deren alleinigen Verantwortungsbereich realisiert. Der zweite Bauabschnitt (BA 2) betrifft den Streckenabschnitt zwischen Mücheln und Krumpa, der im alleinigen Verantwortungsbereich des ZWAG umgesetzt werden wird. Beide Partner arbeiten dabei eng zusammen und stimmen sich regelmäßig ab.

 

Fernwasser Uebersichtsplan

 

Die FWV hat für ihren Streckenabschnitt die Planungen abgeschlossen und das Plangenehmigungsverfahren im August 2020 beim zuständigen Landesverwaltungsamt Halle in Gang gesetzt. Ferner hat die FWV Einverständniserklärungen von Grundstückseigentümern zur Benutzung privater Grundstücke zwecks Bau- und Betrieb einer Trinkwasserleitung bewirkt. Bis auf sehr wenige Ausnahmen konnten die Grundstücksklärungen abgeschlossen werden. Der ZWAG für seinen Teil hat ebenfalls die Planungen und die erforderlichen Grundstücksklärungen abgeschlossen sowie das Plangenehmigungsverfahren im August 2020 beim Landesverwaltungsamt Halle beantragt. Mit einem Abschluss des Plangenehmigungsverfahrens ist nach Mitteilung der zuständigen Behörde jedoch frühestens erst im August 2021 zu rechnen. Ein abgeschlossenes Plangenehmigungsverfahren ist eine wesentliche Voraussetzung für einen Baubeginn.

Weil das Geiseltal im 2. Weltkrieg starken Bombenangriffen ausgesetzt war und damit als Kampfmittelverdachtsfläche gilt, muss ein großer Teil des 13 km langen Trassenbereiches auf Blindgänger abgesucht werden. Für den Trassenabschnitt Mücheln bis Krumpa ist dies bereits erfolgt. Die Kampfmittelsuche für den Bereich Gleina bis Mücheln steht noch bevor. Vor dem eigentlichen Baubeginn zur Fernwasseranbindung sind noch einige Baumrodungen sowie archäologische Untersuchungen erforderlich. Für Letzteres wird in einem ersten Dokumentationsabschnitt ein Bereich von ca. 1 bis 4 m Breite, ca. 0,6 m Tiefe auf fast der gesamten Streckenlänge unter ständiger Anwesenheit eines Archäologen ausgehoben und dokumentiert. Im Trassenabschnitt des ZWAG sind die archäologischen Untersuchungen im Zeitraum März bis Mai 2021 erfolgt. Gleiche Untersuchungen im Trassenabschnitt der FWV sind nach Aberntung im Zeitraum September - November 2021 vorgesehen. Sofern keine archäologischen Funde zum Vorschein kommen und keine weiteren Hinderungsgründe entgegenstehen, gehen die FVW und der ZWAG momentan von einem Start der Baumaßnahmen für beide Trassenbereiche Ende des Jahres 2021 aus. Allerdings können archäologische Funde, Verzögerungen im Plangenehmigungsverfahren und ggf. auch Grundstücksproblematiken diesen geplanten Bauablauf noch verzögern.

Fördermittel genehmigt

Im Januar 2021 wurden die Antragsunterlagen für eine finanzielle Förderung des Bauvorhabens seitens des Landes Sachsen-Anhalt eingereicht, um damit die künftig (auf Grund der Fernwasseranbindung) steigenden Trinkwassergebühren etwas zu stützen. Noch im August 2021 wurde dieser Antrag positiv beschieden.

 

Problematiken bei der Wasserumstellung von HART auf WEICH

Das derzeit vom ZWAG aus den regionalen Wassergewinnungsanlagen Schalkendorf/Schortau und Mücheln zu Tage geförderte Trinkwasser stellt mit ca. 46 ° deutscher Härte ein sehr hartes Wasser dar. Zudem ist es calcitabscheidend (Abscheidung von Calciumcarbonat), was zu Inkrustationen vorwiegend in ungeschützten Stahl- und Gussrohren führt (siehe Abbildung). Mit der bevorstehen den Umstellung auf weiches Fernwasser mit ca. 4% deutscher Härte fließt künftig sehr weiches Wasserdurch die Rohrleitungen.

Insbesondere alte Rohrnetze aus Stahl- und Gussrohren können besonders sensibel auf eine Veränderung der Wasserqualität von hart auf weich reagieren. Dies insofern, dass sich die Inkrustationen innerhalb kürzester Zeit beim Durchströmen mit weichem Wasser lösen können.
Beim Endverbraucher zeigen sich diese Probleme dann als optisch rostiges oder braun gefärbtes, trübes Trinkwasser. Auch um diesen künftigen Problematiken etwas entgegenwirken zu können, erneuert der ZWAG jährlich einige Kilometer seines Anlagenbestandes.

Wichtig für private Hausinstallationen:
Die vorgenannten Problematiken im öffentlichen Trinkwasserversorgungsnetz des ZWAG sind natürlich auch auf private Hausinstallationen übertragbar. Wer insbesondere noch über eine alte Hausinstallation verfügt, sollte diese demnächst von einem Sanitärfachmann prüfen lassen. Gegebenenfalls sind auch im Bereich der privaten Hausinstallation entsprechende Erneuerungen vorzusehen.